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Kanufreestyle WM 2007 Ottawa River/Kanada Teil 5
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Wasserknappheit auch am Ottawa

Jutta Kaiser coacht vom Ufer aus das deutsche Juniorenteam

Nicht nur viele Flüsse in den Alpen sind in diesem Frühjahr viel zu trocken für die Jahreszeit, auch in Kanada am Ottawa River ist die Durchflussmenge im Vergleich zu den letzten Jahren eher unterdurchschnittlich. Und so haben die Organisatoren der WM seit einigen Tagen große Sorgenfalten auf der Stirn: reicht das Wasser in den oberhalb gelegenen Stauseen aus, um wenigstens für ein paar Tage genügend Wasser für die große Buseater-Welle zu haben? Und sind die großen Energiekonzerne überhaupt bereit, die kostbaren Tropfen für die Weltelite der Freestyle-Kajakfahrer zur Verfügung zu stellen?

Dass es keine ausgiebigen Trainingszeiten auf der eigentlichen WM-Welle geben wird, ist mittlerweile allen klar. Viele Europäer waren in der Hoffnung angereist, in den zwei Wochen vor der WM am Ottawa noch an ihren Wellenmoves feilen zu können, hatten die Organisatoren im Vorfeld doch optimistisch von guten Verhältnissen zu dieser Jahreszeit berichtet. Doch wer sein Quartier hier in der Nähe des Buseater aufgeschlagen hat, muss sich nun jeden Morgen aufs neue die Frage stellen, wohin und wie lange man mit dem Auto fahren muss, um die nächste geeignete Trainingswelle zu finden. Einige Athleten sind bereits wieder ins gut 3-4 Stunden entfernte Montreal umgezogen, um auf den dortigen Wellen zu trainieren.

Foto links: Es ist schon ein bisschen Einsatz nötig, um den verletzten Coach an seinen Arbeitsplatz zu bringen

Team-Mama Ingrid Schlott macht einen Crash-Kurs zum Thema Boote laden

Einer der heiesten Anwärter auf den WM-Titel -der Slowake Peter Csonka

Der Zeitplan für die Wettkampfwoche, die am 30. April beginnt, wurde an die neuen Verhältnisse angepasst und sieht nun vor, die komplette WM innerhalb von drei Tagen durchzuziehen. Unter der Annahme, dass sich der versprochene Wasserzuschuss ab Anfang der Woche langsam zeigen wird, gibt es evtl. am Montag (30.4.), sicher jedoch am Dienstag, dem 1. Mai, einen Trainingstag mit festgelegten Zeiten für alle Nationen.

Danach geht es dann am Mittwoch (2.5.) mit den Vorläufen für alle 6 Kategorien (K1-Herren, K1-Damen, K1-Junioren, K1-Juniorinnen, C1, OC1) weiter. An diesem Tag stehen den insgesamt 172 Paddlern aus 21 Nationen jeweils 4 Läufe 45 Sekunden auf Buseater zur Verfügung. Schwierig wird es für all diejenigen, die zum ersten Mal hier sind: aufgrund der starken Strömung paddelt man nicht wie gewohnt einfach aus dem Kehrwasser auf die Welle drauf, sondern zieht sich mit Hilfe eines am Ufer befestigten Seils in die optimale Surfposition vor dem Schaum, um erst dann den Griff am Seil loszulassen. Ein schwieriges und ungewohntes Unterfangen.

Donnerstag finden am Vormittag die Viertelfinal-Läufe der K1-Herren statt und am Nachmittag alle Halbfinale in den verschiedenen Kategorien.

Am Freitag, dem 4. Mai starten morgens um 8.00 Uhr die Finale mit den jeweils 5 besten Paddlern des Vortages. Somit stehen die neuen Weltmeister vermutlich am Freitag Abend gegen ca. 20.00 Uhr deutscher Zeit fest. Wir drücken alle die Daumen, dass es dann auch in Deutschland Grund zum Jubel gibt!

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