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Weltcup in Prag Tag 3

Vorbereitung, Tag 1, Tag 2

Die Sonne vertrieb bereits am Morgen die letzten Wolken: für den Finaltag standen die Vorzeichen bestens.

Am Vormittag war Zeit, die hohe Rampe, die am Anfang des Slalomkurses aufgebaut worden war, zu testen und den Squirtbootfahrern zuzuschauen. Diese lieferten ihre Show in direkter Nähe der Rampe, was für die zahlreichen Fotografen einige tolle Motive lieferte.

Die hohe Rampe zog am Sonntag Morgen etliche Begeisterte an

Volle Zuschauerränge bei den Finals

Gegen Mittag begannen dann die Finalläufe. Als erstes mit der Kategorie OC1, wo der Deutsche Marcus Hilbel leider im Kampf um Gold gegen den Australier Jeremy Blanchard den Kürzeren zog. Hätte Blanchard nicht gewonnen, hätte er trotzdem eine Goldmedaille verdient: als Sprecher kommentierte er den Wettkampf über die drei Tage hinweg für die Zuschauer mit viel Fachwissen, Witz und Esprit!

Bei den Juniorinnen, wo die Europameisterin Sandrina Hornhardt im Finale stand, erlebten die Zuschauer live, wie viel Mut und Kraft es die jungen Paddlerinnen zum Teil kostete, sich in dem rückläufigen Playspot in die richtige Ausgangsposition für die Tricks zu bringen. Sandrina ging in ihren drei Läufen aufs Ganze und versuchte zu loopen, doch leider ging die Taktik nicht ganz auf. Am Schluss errang sie hinter der Niederländerin Vera Knook und der Polin Izabela Kadzinski die Bronzemedaille.

Das darauf folgende Finale der C1 Fahrer sollte zu einem Heimspiel des Tschechen Stepan Fiedler werden. Fiedler, ein erfahrener Paddler mit viel Wettkampferfahrung von zahlreichen Welt- und Europameisterschaften, wurde von den tschechischen Fans in „seinem Heim-Playspot“ zum Sieg getragen. Mit deutlichem Vorsprung sicherte er sich mit einem tollen Lauf die Goldmedaille. Beim Kampf um den 2. Platz wurde es eng zwischen Sebastien Piquet Valet (FRA) und Lee Pyke (GBR): Punktgleichstand! Doch der Franzose war konstanter in seinen Leistungen und wurde aufgrund eines besseren Ergebnis in einem weiteren Lauf Zweiter. Philipp Hitzigrath bestätigte sein gutes Halbfinalergebnis und beendete den Weltcup auf Rang 4.

Dann waren die K1 Damen an der Reihe, mit ihren Airmoves in der Walze die Zuschauer zu begeistern. Die Leistungsdichte bei den 5 Fahrerinnen war enorm hoch und beim bloßen Zuschauen kaum erkennbar, wer die Nase vorn haben würde. Am Ende lagen zwischen Platz 1 und 4 nur 20 Punkte Unterschied! Fiona Jarvie (GBR) zeigte sich an diesem Wochenende unschlagbar und errang Gold, dahinter zogen Emily Jackson (USA) und Ruth Gordon (CAN) auf die Plätze 2 und 3. Jutta Kaiser bestätigte mit einem 4. Platz, dass sie nach der langen Verletzungspause zurück an der Weltspitze ist.

Im Juniorenfinale zeigten die Youngsters radikale Freestyle-Tricks in rasanter Geschwindigkeit. Der Sieger in dieser Kategorie – Sebastien Devred aus Frankreich – hätte mit seinem Sieglauf sogar bei den K1 Herren auf dem Podium gestanden! Ganz klar ging die Goldmedaille bei den Junioren an ihn, Silber holte Jason Craig aus den USA vor dem weiteren französischen Starter Maxime Renault.

Schließlich war es so weit: die Königsklasse der Freestyler, die K1 Herren traten zu ihrem Finale an. Ein starkes Feld mit Weltmeister Eric EJ Jackson (USA), Europameister Matthieu Dumoulin (FRA), den beiden Medaillengewinnern der WM Peter Csonka (SVK) und Nick Troutman (CAN) sowie dem fünften Fahrer Dustin Urbin ebenfalls aus den USA.

Weltmeister Eric EJ Jackson

3 Läufe für jeden Fahrer, 3 Chancen einen weiteren Highscore-Lauf zu zaubern. Direkt in der ersten Runde legten Peter Csonka und Nick Troutman die Messlatte sehr hoch. Mit 980 Punkten blieb Peter Csonka nur knapp unter der magischen 1000-Punkte Marke. Troutman schob sich direkt auf Platz 2 mit über 800 Punkten. Eric Jackson fand in seinen Läufen dagegen nicht den richtigen Rhythmus: obwohl er sich kontinuierlich steigerte, standen am Ende nur 670 Punkte für ihn auf der Ergebnisliste. Dies nutzte der Jüngste im Felde Matthieu Dumoulin für sich aus: mit einem sehr starken dritten und letzten Lauf schob er sich um wenige Punkte an EJ vorbei und sicherte sich die Bronzemedaille. Damit hieß das Endergebnis schließlich: Peter Csonka vor Nick Troutman und Matthieu Dumoulin. Die beiden Amerikaner EJ und Dustin Urbin belegten die Plätze 4 und 5.

Der Sieger Peter Csonka

Peter Csonka dominiert bei den K1 Herren

Results of final K1JM
Results of final K1M
Results of final K1JW

Results of final K1W
Results of final C1
Results of final OC1

Nach diesem gelungenen Auftakt des Weltcups 2008 ziehen die Freestyler jetzt weiter zum zweiten Austragungsort: der „Waschmaschine“ im Eiskanal in Augsburg. Von Freitag an wird dort der Weltcup #2 stattfinden. Am darauf folgenden Wochenende gibt es dann das große Finale im schweizerischen Thun.

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